Was ist ein Releaseplan und warum brauchst du einen?
Ein Releaseplan ist mehr als eine To-do-Liste. Er ist ein zeitlich strukturierter Fahrplan, der alle Aufgaben rund um eine Musikveröffentlichung koordiniert – von der Fertigstellung der Produktion über die Einreichung beim Vertrieb bis hin zu Marketingmaßnahmen und Promotion-Aktivitäten.
Ohne einen klaren Releaseplan passieren typische Fehler:
Deadlines beim Distributor werden verpasst
Promo-Material ist zu spät fertig
Playlist-Pitches können nicht rechtzeitig eingereicht werden
Das Marketing startet zu kurzfristig, um Momentum aufzubauen
Ein professioneller Releaseplan gibt dir und deinem Team Klarheit darüber, wer was bis wann erledigen muss.
Die Phasen eines Releaseplans
Phase 1: Pre-Production (8–12 Wochen vor Release)
In dieser frühen Phase geht es darum, alle kreativen und organisatorischen Grundlagen zu legen.
Aufgaben:
Finalisierung der Tracks (Mixing, Mastering beauftragen)
Artwork-Briefing und Produktion
ISRC-Codes und UPC beantragen
Vertriebspartner auswählen und Release anlegen
Metadaten vollständig erfassen (Titel, Featurings, Komponisten, Autoren, Verlage)
Phase 2: Einreichung und Vorbereitung (4–8 Wochen vor Release)
Jetzt werden alle Materialien eingereicht und die Promotion-Maschinerie in Gang gesetzt.
Aufgaben:
Audio-Dateien beim Distributor einreichen
Spotify Editorial Pitch einreichen (mindestens 7 Tage vor Release, besser 4 Wochen)
Pressetext finalisieren
Pre-Save-Kampagne aufsetzen
Social-Media-Inhalte planen und vorproduzieren
Medien- und Blog-Kontakte anschreiben
Phase 3: Launch-Woche (1 Woche vor bis Release-Tag)
Die heiße Phase. Hier geht es darum, maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Aufgaben:
Teaser-Content auf Social Media veröffentlichen
Pre-Save-Erinnerungen verschicken
Release-Tag-Posting planen (Uhrzeit, Plattformen, Formate)
Interviews und Features koordinieren
DSP-Profile aktualisieren (Spotify for Artists, Apple Music for Artists)
Phase 4: Post-Release (1–4 Wochen nach Release)
Der Release-Tag ist nicht das Ende – er ist der Beginn der Auswertungsphase.
Aufgaben:
Streaming-Zahlen und Playlist-Adds monitoren
Community-Interaktion (Kommentare, Storys, Reaktionen)
Presse-Feedback auswerten und teilen
Tantiemen-Meldung bei GEMA/GVL vorbereiten
Learnings dokumentieren für den nächsten Release
Die häufigsten Fehler bei der Release-Planung
Zu späte Einreichung beim Distributor
Die meisten Distributoren benötigen mindestens 5–7 Werktage Vorlauf. Bei größeren Aktionen wie Freitagsreleases oder Kampagnen empfiehlt sich ein Vorlauf von 3–4 Wochen.
Metadaten unvollständig oder fehlerhaft
Falsche oder fehlende Metadaten können dazu führen, dass Tantiemen nicht korrekt ausgezahlt werden. Komponisten, Texter, Verlage und Featurings müssen vollständig und korrekt erfasst sein.
Kein Puffer eingeplant
Produktionen verzögern sich, Artwork muss überarbeitet werden, Feedback kommt zu spät. Wer keinen Puffer einplant, gerät schnell in Stress. Rechne bei jedem Schritt mit mindestens 20 % Zeitpuffer.
Marketing startet zu spät
Community-Aufbau vor einem Release braucht Zeit. Wer erst am Release-Tag mit Social-Media-Aktivitäten beginnt, verschenkt enormes Potenzial.
Fazit
Ein guter Releaseplan ist kein Luxus – er ist die Grundlage für jeden professionellen Release. Wer frühzeitig plant, hat die Zeit, jede Phase sorgfältig umzusetzen, und kann auf unvorhergesehene Probleme reagieren, ohne das Gesamtbild zu gefährden.
Releasy ermöglicht es dir, Releasepläne einmal professionell aufzusetzen und danach automatisch auf jeden neuen Release anzuwenden – so sparst du Zeit und behältst immer den Überblick.